Toreinfahrt zum Wätjen Park in Bremen Nord

Nachdem die Restaurierung des Gedenktempels in Wätjens Park abgeschlossen ist, wird nun die Toreinfahrt zum Park wieder hergerichtet.

Die Einfahrt bestand füher aus einer großen Durchfahrt, die von zwei hohen Pfeilern gerahmt wurde. Daneben bestand eine kleinere Pforte für Fußgänger. Davon gibt es jedoch nur noch die Reste des umgestürzten Pfeilers.

Um wieder eine Pforte einsetzen zu können, wird der Pfeiler nach Vorlage der noch vorhandenen großen rekonstruiert. In unserer Werkstatt wurden die vorhandenen Fragmente zusammengesetzt. Die fehlenden zwei oberen Teile werden rekonstruiert und neu gehauen. (In der Zeichnung blau markiert)

Rekonstruktionszeichnung des Torpfeilers

Relief des Bremer Bildhauers Everding
Das Gipsrelief bildet die Gesichter der drei Kinder des Bildhauers Everding ab. Alle drei Kinder verstarben im Kindesalter und so stellte Everding eines mit Engelsflügeln dar.

Das Relief aus Gips mit einem Überzug aus Schellack wird zur Zeit in unserer Werkstatt restauriert, da an einigen Stellen die Oberfläche Abschürfungen und Fehlstellen aufweist.

Zur Zeit werden die fehlenden Partien wieder anmodelliert und der Überzug aus Schellack erneuert.

Deutlich zu sehen ist an der Seite des Reliefs die Inschrift:" Eigent v Wilhelm Everding Bremen"

Das Medaillon ist ebenfalls ein Werk des Bildhauers Everding. Das Medallion aus Marmor ist eingefasst von einem Rahmen aus Gips mit aufgemalter feiner Maserung und zeigt das Abbild eines Jungen.

Das Relief wurde schonend gereinigt. Nun müssen an manchen Stelle Risse im Rahmen geschlossen und die immitierte Marmormaserung nachretuschiert werden.

Schnoor Nr 9 in Bremen
Die Restaurierung der strassenseitigen Fassade des Hauses im Schnoor Nr. 9 in Bremen wurde vor kurzem abgeschlossen.

Die Fugen der Bauteile aus Obernkirchener Sanstein waren zum größten Teil angerissen oder offen und mußten neu verfugt werden. Da die Fassade nach hinten abgekippt ist, waren die Gurtgesimse rückläufig und mußten mit einer angeputzten Böschung ein neues Gefälle, vom Haus weg, erhalten.

Durch statische Spannungen im Bauwerk waren Gesimsstücke im Bereich der Deckenanker gerissen oder abgesprengt worden. Hier wurde das Gesims durch Vierungen wieder ergänzt.

An verschiedenen Stellen, wie hier an der Sohlbank wurden Fehlstellen mit farblich abgestimmtem Steinersatzmörtel geschlossen.

Die Fugen der Gewände und Sandsteinbauteile waren ausgewaschen oder gerissen. Sie mußten ausgeräumt, ausgeblasen und neu verfugt werden, damit keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann.